Iran, Land der Gärten und Granatäpfel

Ein lange ersehnte Reise führte mich kürzlich nach Iran. Wer das Land noch nicht kennt, sollte es unbedingt nachholen. Touristen halten sich in Grenzen, manche Sehenswürdigkeiten konnten wir alleine bestaunen, der kulturelle Einblick in das alte Persien ist überaus beeindruckend und überall begegneten uns freundliche, interessierte und höfliche Menschen, wie ich es zuvor auf keiner meiner Reisen erlebt habe.

Landschaftlich ist das große Land höchst abwechslungsreich. Im Norden befindet sich das Elburs-Gebirge mit dem höchsten Berg des Irans, dem 5.600 Meter hohen Damawand. Auf unserer ersten kurze Wanderung entdeckte ich wilde Tulpen in gelb und rot. Ganz Hänge waren voll davon.

Ganz anders die Wüsten des Landes. Wir besuchten die Salzwüste Dasht-e Kavir, rund 60 km südöstlich von Teheran entfernt und unglaubliche 77.000 Quadratkilometer groß. Kurz vor unserem Besuch regnete es, sodass sich die Landschaft zu einem bizarren Gemälde aus feinen, weißen Pinselstrichen  verzauberte. Unwirtlich, einsam und einzigartig schön.

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Auch in der Wüste gibt es Gärten. Ein „walled garden“ mit Lehmmauern erregte meine Aufmerksamkeit. Rundum Wüste, mittendrin ein Gemüsegarten, der durch ein durchdachtes Wassersystem bewässert wird. Das Wasser kommt aus weit entfernten Bergen.

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Auf anderen Wanderungen, u.a. zu den dort ansässigen Nomaden, gab es einige Exoten zu entdecken. Wunderbar auch die riesigen Gebiete mit uralten Steineichen, wie ich sie bisher nur aus Kroatien und anderen mediterranen Ländern kannte.

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Gärten in Iran – ein Kapitel für sich. Granatäpfel-Bäume blühen allerorts, Maulbeerbäume so weit das Auge reicht, Orangenblüten duften und Wasser spielt eine zentrale Rolle. Hohe Palmen, Grüntöne in allen Schattierungen und dazu die wunderbaren Mosaike in unendlichen vielen Mustern. Das Auge sieht sich gar nicht satt, im Gegenteil: der Wunsch nach Farbe im eigenen Garten (und im Haus) wurde intensiv angeregt.

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Zum Abschluss noch einige Eindrücke abseits der Botanik. Iran ist derart vielfältig, dass eine Reise höchstens eine Anregung sein kann um wieder zu kommen.

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