Fürst und deutscher Dandy: Film über den berühmten Park in Bad Muskau

Bei meiner Reise „Gärten, Parks und Schlösser“ zu Pfingsten besuchen wir unter anderem den großartigen Landschaftspark in Bad Muskau. Dieses riesige Gesamtkunstwerk wurde von dem „grünen Fürsten“ Pückler erdacht und umgesetzt. Einen Einblick in sein Werk gibt dieser schöne Filmbeitrag:

http://www.swr.de/schaetze-der-welt/fuerst-pueckler-park-muskauer-park-park-muzakowski-deutschland-polen-folge-325/-/id=5355190/did=6681984/nid=5355190/d9p7fp/index.html

 

Wer das Programm zur Reise nachlesen oder sich gleich anmelden möchte, kann das hier tun oder einfach mir eine E-Mail schreiben.

http://www.jetway.at/

 

 

 

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Wo Garten und Kultur sich treffen: Schlösser und Parks in Sachsen

Gartenkultur vom Feinsten verspricht eine Reise zu Pfingsten ins benachbarte Deutschland. Als passionierte Gärtnerin lade ich gemeinsam mit Jetway Reisen in Traumgärten des 18. und 19. Jahrhunderts in Sachsen-Anhalt und Sachsen ein. Im Mittelpunkt stehen Gärten und Landschaftsparks mit einem besonderen historischen Hintergrund. Am Anreisetag in die Lutherstadt Wittenberg wird ein kurzer Abstecher ins pulsierende Leipzig gemacht. Schon der nächste Tag steht ganz im Zeichen eines UNESCO Weltkulturerbes, das Gartenreich Dessau-Wörlitz. „Hier ists iezt unendlich schön. Mich hats gestern Abend wie wir durch die Seen, Canäle und Wäldgen schlichen sehr gerührt wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben einen Traum um sich herum zu schaffen…“ schrieb Charlotte von Stein 1778 in einem Brief an Goethe. Gemeint ist das bezaubernde Gartenkunstwerk des Fürsten Franz von Sachsen aus dem 18. Jahrhundert, einer der ersten Landschaftsparks nach englischem Vorbild in Kontinentaleuropa.

Von Dresden aus, Stadtbesichtigung inklusive, geht es an einem Tag in das Gartenreich des grünen Fürsten Pückler nach Bad Muskau. Dieser Landschaftsgarten und das prächtige Schloss liegen grenzüberschreitend in Sachsen und Polen. Pückler war ein Lebenskünstler, ein Gartenfanatiker, Autor, Lebemann und Exzentriker. Immer hatte er Geldmangel, aber immer fand er einen Weg seinen Traum, einen einzigartigen Garten entstehen zu lassen, zu verwirklichen. Hermann Fürst von Pückler Muskau über seinen Garten: „Wer mich ganz kennenlernen will, muss meinen Garten kennen, denn mein Garten ist mein Herz.“ Auch dieses Gartenkunstwerk ist als Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Mit einem ganz anderen, exotischen Charme verführen Schloss und Park Pillnitz, unweit von Dresden gelegen. Das außergewöhnliche Ensemble aus Architektur und Gartenkunst liegt vor den Weinbergen harmonisch eingefügt in die Flusslandschaft des Elbtals. August der Starke, König von Polen und Kurfürst von Sachsen, ließ das Wasser- und das Bergpalais (1720-1724) nach Plänen von Matthäus Daniel Pöppelmann errichten. Damit war der Grundstein für die größte chinoise Schlossanlage Europas gelegt, die 1768 unter Friedrich August dem Gerechten, Sommerresidenz des sächsischen Königshauses wurde. Der Schlosspark Pillnitz ist für seine Fülle an botanischen Schätzen bekannt, wie die mehr als 230 Jahre alte Kamelie, rund 400 Kübelpflanzen und wertvolle alte Bäume.

1719 bis 1732 entstand die Grundform des Barockgartens Großsedlitz, unweit von Dresden gelegen, die bis heute fast vollständig erhalten ist. Zwei sich gegenüber liegende Hänge prägen diese Anlage. Dazwischen große Treppen, akkurate Hecken, zahlreiche Sandsteinskulpturen und in den Sommermonaten an die 400 Kübelpflanzen, darunter über 100 Pomeranzen, auch Bitterorangen genannt. In Großsedlitz ist der größte Bestand von Orangenbäumen in ganz Deutschland zu finden. Im 17. und 18. Jahrhundert kamen die Zitrusfrüchte in Mode. Für Adelshäuser war der Besitz und die Pflege von Orangenbäumen Prestigesache. Und so entstanden zur artgerechten Überwinterung zahlreiche Orangerien, die damals wie heute ihren architektonischen Reiz ausüben und noch immer funktionellen Charakter haben.

Das Programm zu dieser Reise „Garten, Parks und Schlösser“ finden Sie unter: http://www.jetway.at/gef_gruppen.php

Buchtipp: Dear Friend and Gardener!

Beth Chatto und Christopher Lloyd, zwei legendäre, englische Gartenexperten pflegen in diesem Buch einen unterhaltsamen Briefwechsel über das Leben, das Gärtnern und die Freundschaft. Ein Austausch unter Gartenfreunden, die ein enormes Wissen und Einfühlungsvermögen aufzeigen. Das Buch vermittelt gut die unterschiedlichen Gärten, die jenseits aller Trends und Moden ihren ganz eigenen Charakter haben: Lloyd´s berühmter Garten „Great Dixter“, der heute von seinem langjährigen Gefährten Fergus Garrett geleitet wird und Chatto´s Garten, der sich durch eine unendliche Kenntnis der Pflanzenbedürfnisse und des richtigen Standorts auszeichnet.

Erschienen: Deutsche Verlags-Anstalt, 384 Seiten

Wenn Bäume in den Himmel wachsen

Ich habe ein absolutes Faible für Bäume. Genauer gesagt für alte, ehrwürdige Bäume. Bei meiner Schottlandreise im Sommer 2014 war ich überwältigt von den wunderbaren Riesen, die in den historischen Schlossparks zu sehen sind. Andere prachtvolle Exemplare sah ich heuer in den Elbauen und Parks in Sachsen. Ganz bezaubernd finde ich es, wie dort viele Straßen von Alleebäumen gesäumt sind, manchmal sogar von Doppelalleen. Hierzulande findet man das leider gar nicht mehr. Schöne Bäume, die teilweise sogar unter Naturschutz stehen gibt es allemal auch in Linz. In der Gruberstraße steht z.B. ein sehr alter Mammutbaum (Sequoioideae) und gleich in der Nähe ums Eck gedeiht eine stattliche Edelkastanie (Castanea sativa). Die wunderschöne Blutbuche (Fagus sylvatica f. purpurea) an der Linzer Donaulände gegenüber des Lentos, die mächtige Platane vor dem ORF, deren Stamm mit der markanten Färbung gerade jetzt im Winter zur Wirkung kommt…. Viele Plätze erhalten erst durch die schönen Bäume eine zauberhafte Atmosphäre. Hingerissen war ich von einer Mangoallee in einer Unterkunft am Tschadsee. Nach 2 1/2 Wochen Staub und Sand und übernachten im Zelt mit Blick auf den Sternenhimmel war ich trotzdem ganz froh wieder einmal in einem Bett zu übernachten. Ganz bald in der Früh machte ich mich auf zu einem Rundgang auf dem Gelände und war entzückt von der bezaubernden Mangobaumallee: so schöne, alte Bäume und dieses satte Blattgrün, herrlich.

Ein sehr sehenswertes Arboretum mit einigen seltenen Bäumen gibt es übrigens am Freinberg in Linz. Mein Traum war es immer ein Arboretum zu errichten. Allerdings braucht man dazu primär zwei Dinge: viel Platz und viel Geduld. Einen Baum pflanzt man sowieso für die nächsten Generationen. Daher ist schon was dran an der Tradition für jedes Kind einen Baum zu pflanzen. In meinem Garten steht zum Beispiel eine hübsche Tanne. Ich erinnere mich noch an den Kauf, vor ziemlich genau 25 Jahren. Im November 1989 wurde meine erste Tochter Victoria geboren. Ich wollte unbedingt eine Lebendtanne und kaufte damals ein kleines Ding im Topf um sie gleich nach Weihnachten im Garten auszupflanzen. 16 Monate später kam die zweite Tochter zur Welt. Für sie wurde ein Frühlingsbaum gepflanzt, eine Zierkirsche. Beide Bäume haben sich gut entwickelt und ich hoffe, dass sich noch viele Generationen daran erfreuen werden.