Invasion im Garten: der Götterbaum

Wie kann man nur einer derartigen Landplage einen so schönen Namen geben? Götterbaum (Ailanthus altissima), das klingt so wohlwollend, erhaben und mächtig. Stimmt, mächtig viel Probleme macht das Unding im Garten, wenngleich die Quelle des Übels in Nachbars Garten steht. Nun hat sich der Götterbaum in meine Alpträume geschlichen und streitet sich mit dem Giersch um den ersten Platz in der Unbeliebtheitsskala.

Bis vor kurzem dachte ich ja, dass all die Sprösslinge im Garten – wohlgemerkt im ganzen Garten, also im Rasen, in den Beeten, in jeder Ritze – vom Essigbaum kommen. Der ist zwar auch lästig, lässt sich aber leichter unter Kontrolle halten. Hingegen, wenn die Götterbaumpestilenz um sich greift, ist alles zu spät. Der große Götterbaum in Nachbars Garten ist zwar recht schön anzusehen, aber mittlerweile kommen in der ganzen Gegend    die nicht erwünschte Schösslinge, die zudem rasend schnell wachsen.

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Ich würde mich viel lieber mit wertvolleren Tätigkeiten im Garten beschäftigen, als ständig die unsäglichen Triebe auszurupfen. Meine Recherchen haben ergeben, dass der Götterbaum mittlerweile zu einer allgegenwärtigen Landplage avancierte, in der Fachsprache also „zu den invasiven Baumarten zählt und unser Ökosystem bedroht“. Jetzt verstehe ich, was damit gemeint ist, und ich habe noch keine Strategie dafür, wie ich die Götter, die ich nicht rief, wieder los werden soll.

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Liebe Gartenfreunde, Gartenexperten und Hellseher: kennt ihr eine wirksame Methode, den Götterbaum mit seiner grenzenlose Vermehrungswut in Schach zu halten oder gar für immer aus meinem Garten zu verbannen? Wisst ihr einen Beschwörungsspruch, kennt ihr eine göttliche List, die die Allmächtigen besänftigen und mir wieder ruhige Nächte bescheren mögen? Ich würde wirklich vieles tun, um den Götterbaum für immer in die finstere Unterwelt zu verbannen, denn da gehört er hin.

 

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Ein Gedanke zu “Invasion im Garten: der Götterbaum

  1. Der Götterbaum ist zweihäusig. Es gibt also Bäume mit männlichen Blüten und Bäume mit weiblichen Blüten. Du könntest die Stadt Linz überzeugen, 50% der Bäume zu killen (die Pollenspender). Das hat aber den Nachteil, dass Stockausschläge und Wurzelbrut folgen, sozusagen Du schlägst einen Kopf ab und 1000 wachsen nach. Mehr verspricht die Bekämpfung mit Hallimasch und anderen Pilzen. Am Besten Du richtest dort eine Pilzzucht ein (siehe https://bfw.ac.at/inst4/fs-aktuell/nr22/05.html ). Die andiskutierte Verticillium-Welke (http://szf-jfs.org/doi/10.3188/szf.2016.0249?code=swis-site ) schädigt wahrscheinlich alle anderen Gartenpflanzen auch. Also besser Schwammerl vor ! (Große Bäume beimpfst Du klammheimlich mit Pilzbrut…)
    Günther

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