Auf Jagd im Bärlauchwald

Manche behaupten ja, dass die Besitzer ihren Hunden mit der Zeit immer ähnlicher werden. Beim gestrigen Waldlauf kam es mir auch so vor, als würde ich eine Eigenschaft von Hündin Mara schon verinnerlicht haben. Nach ungefähr einer Dreiviertelstunde den Damm und dann die Traun entlang, quere ich einen Wald und den Bachlauf. Plötzlich, noch immer im vollen Lauf, hebe ich meine Nase in den Wind und wittere frischen Bärlauch, noch bevor ich ihn sehe. Knoblauchduft liegt in der Luft, und wie! Schön, dass mein Geruchssinn fast so gut wie jener meines vierbeinigen Laufcoaches funktioniert, nur bin ich auf gärtnerische Düfte konditioniert.

An der feuchten Stelle wuchert der Bärlauch schon. Obwohl noch immer nicht alle Blätter ganz ausgetrieben sind, komme ich vom Boden gar nicht mehr hoch. Ein kleines Büschchen neben dem anderen verlocken zum Pflücken und so bekomme ich doch in kurzer Zeit eine ordentliche Menge zusammen. Ausgekühlt und hungrig, weil noch ohne Frühstück im Magen, laufe ich zum Auto zurück.

Der Bärlauch wird zuerst einmal zu Pesto verarbeitet. Das wiederum kann später mit nackten Nudeln aller Art gegessen werden, aber auch in der Tomatensauce, im Salatdressing, oder als Pestoreis schmeckt es köstlich. Ein paar frische Blätter hebe ich auf, für Bärlauchnockerl und den vielen anderen Rezepten, die es schon gibt oder erst von mir erfunden werden.

Zutaten für ein gutes Bärlauchpesto sind: 100 Gramm Bärlauch (waschen und grob schneiden), 100 ml Olivenöl, 70g Parmesan (etwas zerkleinern), 30g (kurz angeröstete) Pinienkerne, Saft einer halben Zitrone, Pfeffer und Salz. Alles einfach mit dem Stabmixer zu einer homogenen Masse zerkleinern. In kleine Gläser füllen und zum Abschluss noch einen Schuss Olivenöl oben drauf, Deckel zu, fertig. Ich persönlich mache die ganze Menge gleich mal 3, das entspricht dann einem Säckchen Pinienkerne, einer Packung Parmesan usw. Noch ein Tipp: die Pinienkerne können genauso gut durch Wahlnüsse ersetzt werden, genauso der Parmesan durch Pecorino oder einen anderen geschmackvollen Hartkäse. Einfach experimentieren nach Lust und Laune.

 

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